
Das Treppenhaus ist der erste Raum, den Bewohner, Besucher und Mietinteressenten von einem Haus sehen. Hier entscheidet sich in wenigen Sekunden, ob ein Gebäude gepflegt wirkt oder ob man lieber schnell die Wohnungstür hinter sich schließt. Abgestoßene Wände, graue Handläufe und Schmutzränder genau auf Höhe der Fahrradlenker kennen wir aus unzähligen Berliner Mehrfamilienhäusern.
Für Hausverwaltungen und Eigentümergemeinschaften ist eine Treppenhausrenovierung trotzdem kein Projekt für zwischendurch. Es gibt Beschlüsse, Budgets und Mieter, die weiterhin ein- und ausgehen müssen, und am Ende soll alles sauber übergeben werden. Genau hier zeigt sich, wie wichtig die Abstimmung zwischen Malerbetrieb und Reinigung ist. Wer nach den Malerarbeiten einen professionellen Gebäudeservice in Berlin mit der Grund- und Unterhaltsreinigung beauftragt, sorgt dafür, dass das frisch gestrichene Treppenhaus auch langfristig gepflegt bleibt.
In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen aus unserer täglichen Praxis, wie Sie eine Treppenhausrenovierung sinnvoll planen, welche Materialien sich bewährt haben und wie Sie typische Stolperfallen vermeiden.
Inhaltsverzeichnis
- Warum sich eine Treppenhausrenovierung für Eigentümer lohnt
- Beschluss, Budget und Zeitplan: So starten Sie richtig
- Bestandsaufnahme: Was im Treppenhaus geprüft werden muss
- Farben und Materialien für stark beanspruchte Flächen
- Besonderheiten im Berliner Altbau
- Arbeiten im bewohnten Haus: Rücksicht und Kommunikation
- Nach dem Anstrich: Warum die Reinigung ein eigener Arbeitsschritt ist
- Typische Fehler bei der Treppenhausrenovierung
- Häufige Fragen
- Fazit
Warum sich eine Treppenhausrenovierung für Eigentümer lohnt
Ein gepflegtes Treppenhaus ist weit mehr als Kosmetik. Es beeinflusst, wie Interessenten eine Wohnung wahrnehmen, noch bevor sie die Wohnungstür erreichen. Bei Besichtigungen hören wir immer wieder, dass der Eindruck im Hausflur fast genauso zählt wie der Grundriss selbst.
Hinzu kommt der Substanzerhalt. Feuchte Stellen im Sockelbereich, abplatzende Farbe an Fensterlaibungen oder Risse über Türstürzen werden nicht besser, wenn man sie ignoriert. Je länger solche Schäden bleiben, desto aufwendiger wird die spätere Sanierung. Ein regelmäßiger Anstrich im Abstand von etwa acht bis zwölf Jahren, je nach Beanspruchung, ist deshalb meist deutlich günstiger als eine große Sanierung nach zwanzig Jahren Stillstand.
Und nicht zuletzt geht es um Sicherheit. Gut sichtbare Stufenkanten, eine funktionierende Beleuchtung und rutschhemmende Beläge gehören zu einem Treppenhaus, in dem sich auch ältere Bewohner und Kinder sicher bewegen können.
Beschluss, Budget und Zeitplan: So starten Sie richtig
In einer Wohnungseigentümergemeinschaft ist die Renovierung des Treppenhauses in aller Regel eine Maßnahme am Gemeinschaftseigentum. Deshalb braucht es einen Beschluss der Eigentümerversammlung. Die rechtlichen Grundlagen finden Sie im Wohnungseigentumsgesetz, die konkrete Umsetzung übernimmt anschließend die Verwaltung.
Damit die Versammlung eine fundierte Entscheidung treffen kann, empfehlen wir:
- eine gemeinsame Begehung mit dem Malerbetrieb, bei der Schäden und Wünsche aufgenommen werden
- ein detailliertes Angebot mit einzelnen Positionen für Wände, Decken, Geländer, Türen und Sockel
- eine realistische Zeitplanung, die Ferienzeiten und geplante Umzüge im Haus berücksichtigt
- einen Puffer für Unvorhergesehenes von etwa zehn Prozent der Auftragssumme
Einen ersten Eindruck, mit welchen Preisen Sie rechnen können, bekommen Sie in unserer Übersicht zu den Malerkosten in Berlin. Für ein verbindliches Angebot führt aber kein Weg an einer Besichtigung vorbei, denn kein Treppenhaus gleicht dem anderen.
Bestandsaufnahme: Was im Treppenhaus geprüft werden muss
Bevor die erste Rolle Farbe aufnimmt, schauen wir uns den Zustand genau an. Dabei geht es um deutlich mehr als die Frage, welchen Farbton die Wände bekommen sollen.
Wir prüfen die Tragfähigkeit der alten Anstriche, denn in vielen Häusern liegen mehrere Schichten aus Leimfarbe, Dispersion und Öllack übereinander. Nicht jede alte Schicht verträgt einen neuen Anstrich. Außerdem kontrollieren wir Risse im Putz, lose Stellen, Feuchtigkeit im Kellerabgang und den Zustand von Holzgeländern und Handläufen. Auch Fenster, Heizkörper und Briefkastenanlagen gehören dazu, weil sie später im Gesamtbild sofort auffallen.
Unser Tipp aus der Praxis: Lassen Sie auch den Bodenbelag begutachten. Ein frisch gestrichenes Treppenhaus mit stumpfen, fleckigen Stufen wirkt schnell unfertig. Oft reicht schon eine gründliche Grundreinigung mit anschließender Pflege, damit Stein oder Terrazzo wieder richtig zur Geltung kommen.

Helle Wandflächen und ein abgesetzter Sockel lassen ein Treppenhaus freundlich und gepflegt wirken.
Farben und Materialien für stark beanspruchte Flächen
Ein Treppenhaus muss einiges aushalten: Kinderwagen, Fahrräder, volle Einkaufstaschen und Umzugskartons. Für die Wandflächen bis etwa 1,50 Meter Höhe setzen wir deshalb auf besonders strapazierfähige Beschichtungen. Bewährt haben sich:
- scheuerbeständige Dispersionsfarben der Nassabriebklasse 1 oder 2, die sich feucht abwischen lassen
- robuste Latex- oder Silikatbeschichtungen im Sockelbereich, wo die Wand am meisten abbekommt
- abriebfeste Lacke für Geländer, Handläufe und Wohnungstüren
- ein farblich abgesetzter Sockel, der Gebrauchsspuren optisch auffängt
Ein wichtiger Punkt ist der Brandschutz. Das Treppenhaus ist in vielen Gebäuden der erste Rettungsweg. Die verwendeten Materialien sollten deshalb mindestens schwer entflammbar sein, und brennbare Dekorationen haben dort nichts verloren.
Bei der Farbwahl raten wir zu hellen, warmen Tönen an den Wänden, kombiniert mit einem etwas dunkleren Sockel. Das wirkt einladend, reflektiert das Tageslicht und kaschiert kleine Spuren. Mehr zu Techniken und Abläufen lesen Sie auf unserer Seite Treppenhaus streichen in Berlin.
Besonderheiten im Berliner Altbau
Gründerzeithäuser in Prenzlauer Berg, Friedrichshain oder Schöneberg haben oft wunderschöne Treppenhäuser mit Stuckprofilen, Holzvertäfelungen, bunten Bleiglasfenstern und Terrazzoböden. Diese Details machen den Charme aus, verlangen aber Fingerspitzengefühl.
Stuck wird bei uns vorsichtig gereinigt, ausgebessert und mit diffusionsoffener Farbe gestrichen, damit die feinen Konturen nicht zugekleistert werden. Alte Holzvertäfelungen schleifen wir an, statt sie radikal abzulaugen, und lackieren sie in einem Ton, der zum Charakter des Hauses passt. Steht das Gebäude unter Denkmalschutz, stimmen wir Farben und Materialien vorab mit den zuständigen Stellen ab.
Arbeiten im bewohnten Haus: Rücksicht und Kommunikation
Anders als in einer leeren Wohnung arbeiten wir im Treppenhaus mitten im Alltag der Bewohner. Das verlangt Organisation. Wir kündigen die Arbeiten rechtzeitig per Aushang an, nennen einen festen Ansprechpartner und arbeiten abschnittsweise, damit der Weg zu jeder Wohnung jederzeit frei bleibt.
Abdeckungen auf den Stufen verlegen wir rutschfest. Frisch lackierte Handläufe kennzeichnen wir deutlich, und abends bleibt kein Werkzeug im Laufweg liegen. Leitern und Gerüste im Treppenauge sichern wir so, dass niemand daran hängen bleibt.
Für die Bewohner ist vor allem wichtig zu wissen, wann welcher Bereich an der Reihe ist. Ein einfacher Plan im Eingangsbereich, der Etage für Etage die Termine zeigt, verhindert die meisten Rückfragen. Wenn Sie als Verwaltung mehrere Objekte betreuen, finden Sie auf unserer Seite zur Renovierung für Hausverwaltungen weitere Informationen zu festen Ansprechpartnern und Abläufen.

Lackierte Handläufe und Geländer gehören bei einer Treppenhausrenovierung unbedingt dazu.
Nach dem Anstrich: Warum die Reinigung ein eigener Arbeitsschritt ist
Viele Auftraggeber unterschätzen, wie viel Staub eine Renovierung erzeugt, selbst wenn sorgfältig abgedeckt wird. Beim Schleifen von Spachtelstellen, beim Anschleifen alter Lackflächen und beim Entfernen von Klebebändern entsteht feiner Staub, der sich auf Fensterbänken, Briefkästen und in Fugen absetzt.
Wir entfernen selbstverständlich unsere Abdeckungen und hinterlassen die Baustelle besenrein. Eine gründliche Bauendreinigung mit Fensterreinigung, Pflege der Stufen und Reinigung der Eingangstüren ist aber eine eigene Leistung. Sie sollte direkt im Anschluss an die Malerarbeiten eingeplant werden, damit das Treppenhaus bei der Abnahme so aussieht, wie Eigentümer und Mieter es erwarten.
Langfristig entscheidet die regelmäßige Unterhaltsreinigung darüber, wie lange der neue Anstrich schön bleibt. Staub in den Ecken und Fingerabdrücke neben den Lichtschaltern fallen auf hellen Flächen schneller auf. Eine feste Reinigungsroutine im Wochen- oder Zweiwochenrhythmus ist deshalb die beste Versicherung für Ihre Investition.
Typische Fehler bei der Treppenhausrenovierung
Aus vielen Projekten kennen wir einige Fehler, die sich immer wieder einschleichen:
- Nur die Wände streichen: Wenn Türen, Geländer und Heizkörper alt bleiben, wirkt das Ergebnis halbfertig.
- Zu empfindliche Farbe: Matte Wohnraumfarben halten der Belastung im Hausflur nicht lange stand.
- Keine Abstimmung mit anderen Gewerken: Wird nach dem Anstrich noch die Elektrik erneuert, sind neue Schlitze in frischen Wänden vorprogrammiert.
- Fehlende Information der Bewohner: Ärger entsteht selten durch die Arbeit selbst, sondern durch Überraschungen.
- Keine Pflegeplanung: Ohne regelmäßige Reinigung verliert selbst der beste Anstrich schnell seine Frische.

Nach Anstrich und gründlicher Reinigung ist das Treppenhaus wieder die Visitenkarte des Hauses.
FAQ - Häufig gestellte Fragen
Wie lange dauert es, ein Treppenhaus zu streichen?
Bei einem typischen Berliner Mehrfamilienhaus mit vier bis fünf Etagen rechnen wir je nach Umfang mit ein bis drei Wochen. Kommen Spachtelarbeiten, Lackierungen oder Stuckausbesserungen hinzu, kann es etwas länger dauern.
Unser Malerbetrieb Berlin übernimmt Treppenhausrenovierungen – sauber, termintreu und zu fairen Festpreisen.
Müssen Mieter während der Arbeiten ausziehen?
Nein. Wir arbeiten abschnittsweise, sodass alle Wohnungen jederzeit erreichbar bleiben. Lediglich frisch lackierte Handläufe sollten für einige Stunden nicht angefasst werden.
Welche Farbe eignet sich am besten für ein Treppenhaus?
Helle, warme Töne an den Wänden und ein dunklerer, strapazierfähiger Sockel haben sich bewährt. Wichtig ist eine hohe Nassabriebklasse, damit die Flächen abwischbar bleiben.
Wann sollte die Reinigung eingeplant werden?
Direkt nach Abschluss der Malerarbeiten und vor der Abnahme. So beurteilen alle Beteiligten das Ergebnis im sauberen Zustand.
Können die Kosten auf die Mieter umgelegt werden?
Das hängt vom Einzelfall ab. Reine Instandhaltung ist in der Regel Sache des Vermieters. Lassen Sie sich im Zweifel von Ihrer Verwaltung oder rechtlich beraten.
Fazit
Eine Treppenhausrenovierung ist ein Gemeinschaftsprojekt. Gute Planung, belastbare Materialien, Rücksicht auf die Bewohner und eine saubere Übergabe greifen ineinander. Wenn Malerarbeiten und Reinigung sinnvoll aufeinander abgestimmt sind, bekommt Ihr Haus für viele Jahre wieder eine Visitenkarte, auf die Eigentümer und Mieter gleichermaßen stolz sein können.
Sie planen eine Renovierung in Ihrem Haus? Sprechen Sie uns gern an. Wir kommen zur Besichtigung vorbei, beraten Sie ehrlich und erstellen Ihnen ein transparentes Angebot.
